Frühere Einsätze
Maiübung 2011
Zum ersten Mal im Saxerriet
Von Pascal Hardegger
Sennwald. – Nach intensiven Vorabklärungen und Planungen leisteten vergangene Woche zehn Zivilschützer aus dem Bereich Betreuung der ZSO Werdenberg-Nord ganz oder teilweise ihren Weiderholungskurs (WK) in der Strafanstalt Saxerriet. Dabei wurden sie bei den ganz normalen täglichen Arbeiten eingesetzt, sei dies in Werkstätten, der Gärtnerei oder bei den Tieren – sie wurden also nicht geschont. In diesen Bereichen kamen sie auch mit Insassen in Kontakt. Ein wesentlicher Teil des Einsatzes bestand darin, Insassen auf Ausgängen zu begleiten. Sich mit Strafgefangenen in der Öffentlichkeit zu bewegen, diese bei ihren Besorgungen zu begleiten, war eine besondere Herausforderung für die Zivilschützer.
Der grössere Teil der aufgebotenen 120 Mann beschäftigte sich mit anderen vielfältigen Aufgaben. Schon traditionell sind die Einsätze in den drei Gemeinden des Gebietes der ZSO Werdenberg Nord. Dieses Jahr standen Sennwald und Gams im Zentrum. So wurden beispielsweise im Rohr oberhalb Sennwald 200 Fichten gepflanzt und der Weg Richtung Alp Eidenen wurde ausgebessert. Spektakuläres war zwischen Sax und Gams zu sehen und hören, wo im Gadöl der Bikeweg instand gestellt wurde. Die Pioniere des Zivilschutzes verbauten Baumstämme, die beträchtliche Durchmesser aufwiesen. Entsprechend floss der Schweiss… Im Rofisbach ob Sax wurden im unteren Teil mehrere Stufen der Bachverbauung ausgeholzt. Hier mussten sich die Spezialisten des Zivilschutzes ebenfalls mit beträchtlichen Stammdurchmessern beschäftigen. Auch der Weg entlang der Bachverbauung wurde an einigen Stellen instand gestellt.
Bei der Besichtigung eines Teils der Einsatzorte zeigte sich der Sennwalder Gemeindepräsident Hans Appenzeller sehr zufrieden mit den Arbeiten. „Es ist beachtlich, was mit dem Einsatz innert relativ kurzer Zeit erreicht wird. Ich stufe die Arbeit der Zivilschützer als wertvollen Beitrag zum Wohl der Bevölkerung in unseren Gemeinden ein!“. Appenzeller bedankte sich vor Ort bei den im Einsatz stehenden Zivilschützern und liess den Dank auch via Zivilschutzkommandant Franz Kendlbacher weiterleiten. Bei einem Augenschein im Saxerriet zeigte sich Appenzeller ebenfalls beeindruckt.
Neben den Einsätzen an den Berghängen der Gemeinden Gams und Sennwald und im Saxerriet führten die Zivilschützer im Rahmen des WK’s auch Weiter- oder Ausbildungen durch. Nach der Premiere im vergangenen Jahr nahmen zehn Personen am zweiten Herz-Lungen-Wiederbelebungskurs teil. Dieses Jahr waren es Angehörige der Bereiche Telematik und Lage, die in den Genuss dieser lebensrettenden Ausbildung kamen. Sie werden in zwei Jahren das erlernte, geprüfte und dokumentierte Wissen auffrischen. Geschult wurden sie durch Heidi Schällebaum, die im ganzen Kantonsgebiet immer wieder ausbildet. Sei dies Bademeister oder auch Personen, die in der kantonalen Verwaltung oder Asylzentren tätig sind.
Mit dem Einsatz vor einigen Tagen bei „schweiz.bewegt“ in Grabs und dem WK von vergangener Woche sind die Einsätze der ZSO Werdenberg-Nord für dieses Jahr keineswegs abgeschlossen. Sie bietet seit einigen Jahren für Zivilschützer, die den Einsatz im Mai verpassen, im Herbst eine weitere Möglichkeit, der Dienstpflicht nachzukommen. Damit geht die ZSO Werdenberg-Nord einen Weg, der einerseits die Bedürfnisse der Zivilschützer und Arbeitgeber abdeckt, andererseits aber auch garantiert, dass die Dienstpflicht nachgekommen werden kann.
4576 Stunden auch dank ZSO erreicht
Die ZSO Werdenberg Nord hat dazu beigetragen, dass die zweite Bewegungswoche in Grabs zu einem Erfolg wurde.
Von Pascal Hardegger
Grabs. – Zum zweiten Mai nach dem vergangenen hat sich die Gemeinde Grabs viel Bewegung verschrieben. Während vierer Tage wurden diverse sportliche Leistungen erbracht. Da gab es einen menschlichen Tschüttelikasten, Beachsoccer, Beachvolleyball, eine Kletterwand, und, und, und. Nach einer erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr nahm Grabs das zweite Mal aktiv bei „schweiz.bewegt“ teil.
Der Ablauf des Anlasses war dank zahlreicher helfender Hände möglich. Zu den helfenden Organisationen gehörte erneut die ZSO Werdenberg Nord. Bis 14 Zivilschützer waren unter der Leitung von Roland Köppel mit diversen Arbeiten beschäftigt. „Klar steht unsere Einsatz während der vier Tage im Zentrum, dann sind wir auch für die Öffentlichkeit sichtbar. Begonnen haben wir aber schon vor einigen Monaten.“ Roland Köppel meint damit, dass seitens der Organisation bereits im Dezember eine erste Sitzung einberufen wurde, um die bewegten Tage im Mai aufzugleisen. So war die ZSO Werdenberg-Nord von Anfang an dabei, war in die Entscheidungen eingebunden und konnte so die Möglichkeiten des Zivilschutzes optimal einbringen.
Zivilschutz eng eingebunden
Aus Sicht von Roland Köppel ist es ideal, dass ein Vertreter der ZSO Werdenberg Nord direkt in der Organisation eingebunden ist. Somit können viele Klippen sozusagen umschifft werden, bevor sie auftauchen. „Es ist auch so noch ein Riesenherausforderung mit den eingeteilten Personen die später und ständig hinzukommenden Aufgaben auch noch abzudecken“ erklärt Köppel mit einem Augenzwinkern. So ist das eben: ist der Personalbestand einmal bestimmt, anschliessend kann dann die Arbeit ruhig mehr werden…
Mit den Erfahrungswerten aus dem vergangenen Jahr war es für Roland Köppel etwas leichter, die an die ZSO Werdenberg Nord gestellten Anforderungen zu erfüllen. Dass diese vielseitig waren versteht sich von selbst. Aber das macht auch den Reiz einer solchen Aufgabe aus: in der Öffentlichkeit beweisen, zu was der Zivilschutz alles fähig ist, im direkten Kontakt mit der Bevölkerung sich von der besten Seite zeigen. Dazu braucht es motiviertes Personal, und das hat die ZSO Werdenberg zweifelsohne. Die dritte Teilnahme von Grabs bei „schweiz.bewegt “ kann kommen – die ZSO Werdenberg Nord ist bereit. Ob diese dritte Teilnahme allerdings bereits nächstes Jahr stattfinden wird ist laut OK-Präsident Andre Fernandez noch nicht sicher. Ach ja: die Frauen und Mädchen haben mit 2176 gesammelten Sportstunden dem vermeintlich starken Geschlecht mit 224 Stunden den Schneid abgekauft…
Einsatz Gruabawägli und Härzern Grabs 2010
Von Pascal Hardegger
Sennwald. – In schon fast traditioneller Art und Weise erledigte eine Gruppe von Zivilschützlern am Studnerberg oberhalb Grabs an zwei Baustellen Arbeiten, die den Wanderern, Waldarbeitern oder Bikern zugute kommen. Es galt, in unwegsamen Gelände Brücken instand zustellen und Wege mit Querschlägen für den Abwasserablauf zu versehen. Da es während der ganzen Woche immer wieder regnete, gestalteten sich die Arbeiten als sehr anspruchsvoll – auch als nicht ungefährlich. Die Baustelle Velounterführung Oberdorf Salez wurde definitiv abgeschlossen.
Herz-Lungen-Wiederbelebung
An einem sehr intensiven und sicher sehr sinnwollen Kurstag nahmen zehn Zivilschützler teil. Sie wurden während eines CPR-Kurses der kantonalen Expertin Heidi Schällebaum ausgebildet, um Personen nach Herzstillständen fachmännisch wiederbeleben zu können. Dabei wurden nicht nur die Grundlagen des menschlichen Kreislaufes und theoretischen Wissen um den Organismus vermittelt, es musste auch eine zweiteilige (Theorie und Praxis) Prüfung abgelegt werden – auch eine Ausbildung am Defibrillator erfolgte. Die ZSO Werdenberg Nord ist bestrebt, diesem Grundkurs künftig weitere und vertiefende Kurse folgen zu lassen.
Ohne Prüfung, aber ebenso intensiv gestaltete sich die Ausbildung von 14 Personen am Smart-Bord. Mit der Ausbildung an diesem modernsten Mittel zur Erfassung einer aussergewöhnlichen Lage in einer der drei Gemeinden der ZSO Werdenberg Nord steht dem Zivilschutz, aber auch dem Regionalen Führungsstab und damit der Bevölkerung ein wichtiges Mittel zur Bewältigung von aussergewöhnlichen Lagen zur Verfügung. Der Regionale Führungsstab seinerseits schaltete Mitte der Woche eine Übung ein, in der innerhalb des Stabes die Abläufe geprobt wurden. Die Führungsunterstützung des Zivilschutzes leistete hier zuhanden des Regionalen Führungsstabes wertvolle Arbeit.
Fotos Sanierung Unterführung Salez
Fotos Gruabawägli Studnerberg Grabs
Fotos Herzern Studnerberg Grabs
Küche und Transport
Gefordert waren während der Einsatzwoche auch die Küche und die Fahrer. Gekocht wurde im Schulhaus Hof in Gams, aber nicht nur für die Zivilschützler. Jeden Mittag wurden neben den bis zu 80 Zivilschützlern auch die Schüler des Mittagstisches mitverpflegt. Der Transport an die verschiedenen Einsatzorte der Mannschaften in den verschiedenen Dörfern erforderte eine fast schon generalstabsmässige Planung. Während der ganzen Woche klappte alles – nicht selbstverständlich, wenn bedacht wird, dass es zahlreiche Einsatzorte mit Znüni, Mittagessen und anderen Transporten zu bedienen galt.
Grabs bewegt
Von Pascal Hardegger
Grabs. – An der Auffahrt ging ein intensiver Einsatz eines Teils der Mannschaft der ZSO Werdenberg Nord in Grabs zu Ende. Insgesamt 34 Personen standen während über einer Woche in der Werdenberger Gemeinde im Einsatz. Die Bevölkerung von Grabs hat im Gemeindeduell mit Ilanz im Sportreiben den Sieg davongetragen. Knapp 12'000 Stunden sprechen gegenüber den 8000 Stunden der Bündner eine deutliche Sprache.
Von Anfang an dabei
Dazu beigetragen hat auch der Zivilschutz. Die Vorbereitungen für den Anlass haben in der zweiten Jahreshälfte 2009 begonnen, von Anfang an waren die verantwortlichen Personen der ZSO Werdenberg Nord in die Entscheidungen eingebunden und konnten so die Möglichkeiten des Zivilschutzes optimal einbringen.
Aber nicht nur die Vorbereitungen des Anlasses waren intensiv, auch die Präsenz und die Tätigkeiten während des Anlasses selber. Galt es doch die unterschiedlichsten Tätigkeiten zu erledigen.
Technik und Sicherheit
Auf dem Gemeindegebiet von Grabs waren verschiedene Rundstrecken ausgeschildert. Diese führten meist über Nebenstrassen, kreuzten sich aber auch mit etwas mehr befahrenen Strassen. An diesen Stellen sorgten Angehörige des Zivilschutzes (nach einer Einschulung) für die Sicherheit aller Personen.
Dann oblag es aber der ZSO Werdenberg Nord auch, die Zeiterfassung zu organisieren. Mittels Laptop und speziellem Programm wurden die Start- und Ankunftszeiten der Teilnehmer erfasst. Das dies reibungslos geschehen ist muss nicht als selbstverständlich bezeichnet werden. Teilweise waren bis zu 700 Personen auf den Strecken, entsprechend sorgfältig musste ein- und ausgelesen werden.
Freude bei Verantwortlichen
Der Einsatz, den die Dienstleistenden anstelle eines normalen WK’s leisteten, wird von den Verantwortlichen als sehr erfreulich bezeichnet. Massgeblich dazu beitgetragen haben die Dienstleistenden selber, die nach dem Ende der Tagesschicht einfach geblieben sind oder zuhause ihre Familie geholt haben und sich auch auf die Strecke begeben haben um mitzuhelfen, die Grabser Sportstunden anzuhäufen.
Durch den sinnvollen Einsatz des Zivilschutzes bei diesem Grossanlass ist dem Organisationskomitee einiges erspart geblieben. Die ZSO Werdenberg Nord hat sich in Bereichen der Technik, Sicherung, Betreuung und auch der Sanität engagiert. Es wäre wohl nicht einfach gewesen, diese Chargen auf Basis Freiwilliger ebenbürtig zu ersetzen.
Weitere Fotos
CSIO St.Gallen 2010
Von Pascal Hardegger
Sennwald. – Auch wenn während der ganzen Woche nicht ein vernünftiger Sonnenstrahl auf dem Gelände verzeichnet worden war: „Die Stimmung in der Mannschaft war super, sie haben sich Motiviert gezeigt und wir sind mit unseren Arbeiten gut vorangekommen“ sagt Einsatzleiter Ralf Hagmann. Er leitete auch den zweiten Einsatz der ZSO Werdenberg-Nord für den CSIO, erstmals war man vor zwei Jahren in St. Gallen tätig.
Erneut, aber gleiche Arbeiten…
Müsste er gleich entscheiden, er würde sofort wieder mit seinen Leuten nach St. Gallen fahren, sagt Hagmann. Aber: „Alle involvierten Seiten stellen fest, dass es besser ist, die gleichen Arbeiten wie beim vergangenen Mal auszuführen.“ Denn so komme auf der einen Seite Routine auf, auf der anderen Seite wüssten die Zivilschützler aber auch, was sie machen müssten und es könne viel wertvolle Zeit gespart werden.
Grosses Lob der Verantwortlichen
Die Rheintaler könne man brauchen, es sei ein anderes Arbeiten als mit anderen Organisationen. Diesen Satz haben die Platzverantwortlichen in St. Gallen gegenüber Ralf Hagmann gesagt: „und damit haben sie nicht nur uns, sondern auch der ZSO Mittelrheintal ein Kränzchen gewunden. Mit ihnen machen wir diesen Einsatz.“ Ohne Probleme – im Gegenteil: Es wird zusammengearbeitet und es sind keinerlei Differenzen spürbar.
Vielfältig und mit „Meisterstück“
Die ZSO Werdenberg Nord war an allen Ecken und Enden tätig. So galt es doch Geländer zu schreinern, Teppiche exakt zu verlegen, Gelände für das Aufstellen von Zelten vorzubereiten, Ausbesserungsarbeiten vorzunehmen, und und und. Dabei oblag den Werdenbergern auch noch die Ausführung einer Treppe, sie gelang optimal und wurde schon fast als Meisterstück bezeichnet. Die drei Beteiligten legten sich nicht nur voll ins Zeug, sondern erreichten auch eine unglaublich hohe Präzision – tausende von Personen werden es ihnen im Unterbewusstsein während des CSIO beim Begehen der Treppe sicher danken. Und auch Ralf Hagmann und die Platzverantwortlichen sprachen den dreien einen besonderen Dank aus. Aber auch allen anderen Beteiligten der ZSO Werdenberg Nord – die sicher bald wieder in St. Gallen einen Einsatz leisten wird…
Bachräumung Alp Rohr
Während der Juni-Übung 2009 wurden die Überreste der alten Brücke zur Alp Rohr aus dem Bach entfernt und im Bachbett verbrannt. Die bisherige Brücke wurde durch eine Lawine zerstört. Die Balken im Bach mussten entfernt werden, da ansonsten bei einem Unwetter der Bach gestaut werden könnte. Weitere Bilder zur Übung 2009
Eine besondere Übernachtung...
Manchmal ist es für alle Beteiligten gut, wenn statt der Theorie die Praxis geübt wird. So diese Woche geschehen in Haag, Gams und Grabs.
Ist es nicht so, dass die eigentlichen Schwierigkeiten einer Situation erst beim praxisnahen Durchspielen erkannt werden? Darum haben Angehörige der Zivilschutzorganisation Werdenberg Nord in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch genau dies in die Tat umgesetzt. Die Betreuungstruppen luden vorgängig Schulklassen zum Übernachten in den Luftschutzbunkeren im Haager Schulhaus, dem Gamser Schulhaus Widem und dem Mehrzweckgebäude Grabs ein. Die Nacht wurde für alle sehr erlebnisreich.
Der Freude zuträglich war es, dass der Einsatz trotz allem "nur" eine gut vorbereitete Übung war. Dennoch musste auch improvisiert werden.
Zivilschutz bedeutet nicht nur die gemäss gängigem Klischee erzeugten Bilder von orange gekleideten Männern mit den Händen in den Hosensäcken. Im Falle der Übernachtungen bedeutet es vielmehr minutiöse Vorbereitung in Bezug auf Schlafgelegenheiten, Transport, Organisation von Beschäftigungs- und Verpflegungsmöglichkeiten und Sicherstellen der medizinischen Betreuung durch Sanität oder Arzt. Eine besondere Herausforderung dabei war, dass die Schüler von all dem nichts mitkamen.
Einfach genial empfanden das Erlebnis einige der 25 im Schulhaus Widem in Gams an der Übernachtung teilnehmenden Kinder.
Gut hat ihnen sicher gefallen, dass mit ihnen nach dem Einrücken am Abend einiges unternommen wurde. Waren es sportliche Aktivitäten oder auch das Erlernen des Poker-Spieles. Ganz gut hat ihnen sicher die Nacht in den Unterkünften gefallen. Eher weniger gut gefallen haben dürfte ihnen die frühe Tagwache: Bereits um sieben Uhr hiess es Aufstehen und zum Frühstück antraben. Das Büffet war zwar reichhaltig, nicht aber die Zeit dafür: Bereits kurz nach acht Uhr waren alle wieder im Unterricht - in ihrem Schulhaus.
Reportage von Pascal Hardegger






